Konzertberichte
Der liebe Gott, der muss ein Cowboy sein...
Willie Nelson in Berlin
Willie Nelson im Tempodrom (Copyright Jürgen Jakszentis)

Willie Nelson im Tempodrom (Copyright Jürgen Jakszentis)

Willie Nelson im Tempodrom (Copyright Jürgen Jakzentis)

Willie Nelson im Tempodrom (Copyright Jürgen Jakzsentis)

Willie Nelson im Tempodrom (Copyright Jürgen Jakzsentis)

Willie Nelson im Tempodrom (Copyright Jürgen Jakzsentis)

Willie Nelson im Tempodrom (Copyright Jürgen Jakzsentis)

Willie Nelson im Tempodrom (Copyright Jürgen Jakzsentis)

Willie Nelson in Berlin...

Der liebe Gott,der muss ein Cowboy sein... so sang es seinerzeit Larry Schuba & Western Union.

Der 17.06.2010 war der besondere Tag der wahren Countryliebhaber. Denn an diesem Tage startete die Europatournee des legendären Outlaws Mr. Willie Nelson. Das Wetter war klasse und das Warten fiel ihm einen dadurch viel leichter. Man traf sehr viel bekannte Gesichter und natürlich war auch reichlich Presse vor Ort.

Um 20.00 Uhr war es soweit. Das Tempodrom sehr gut besucht und dunkel gehalten. Um 20.00 Uhr hingehen erhellte sich die Bühne und ER kam. Der einfache kleine Mann aus Texas war tatsächlich so nah und doch so weit weg. Paul Schneider am Schlagzeug und jahrelanger Begleiter von Willie Nelson sowie die Schwester Bobbie Nelson spielten leise Töne, während Willie die Bühne mit einem Stetson auf dem Kopf und darunter seinen gekürzten Haaren die Bühne betrat. Er nahm seine Gitarre und in diesem Moment rollte die riesen Texasflagge an der Wand der Bühne hinunter. Gänsehautfeeling pur.

Der 77-jährige Musiker spielte die Songs hintereinander ohne das Schwinger großer Worte zwischendurch. Neben den Klassikern, die man von ihm kennt und liebt, präsentierte er natürlich auch seine neuen Songs in seiner gewohnt professionellen Art und Weise. Zwischen den Songs verteilte er seine Tücher, worüber sich die Fans in den ersten Reihen freuen konnten.

Natürlich hatte Willie auch wieder seine markante Gitarre mit dem „Schussloch“ dabei. Er spielte wie ein junger Gott auf seiner „Trigger“, wie er seine Gitarre liebevoll nennt.

Der Mundharmonikaspieler Mickey Raphael, Bobbie Nelson am Piano, Paul Schneider am Schlagzeug überzeugten das Publikum durch die professionelle Begleitung.

Bei den schnelleren Songs wie Jambalaya, Beer For My Horses, Good hearted Woman usw. hielt es die Countryfans nicht mehr auf den Stühlen und es wurde mitgeklatscht und laut mitgesungen.

Zum Abschluss gab es „Turn out the light...“ und dann verschwand er von der Bühne. Eineinhalb Stunden lang verwöhnte er uns mit der tollen Musik, wobei das abrupte Ende des Konzerts viele sehr traurig stimmte. Willie winkte von der Bühne mit den Worten „bye bye and good night“ und verschwand einfach so, ohne jeglicher Zugaben oder Autogrammen. Während das Publikum lauthals nach Zugabe brüllte und klatschte und pfiffe, begannen die Roadies bereits sofort nach dem Abgang von Willie mit dem Abbau des Bühnenequipments.

Aus unserer Sicht war das schnelle Ende des Konzerts ein großer Wermutstropfen des Konzerts. Ansonsten hat es uns sehr gut gefallen und träumen davon, ihn noch einmal live erleben zu können, aber dann vielleicht mit ein paar Zugaben.
erstellt am 19.06.2010
von Wölckchen

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